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Frieden ist möglich
Hilfe auf dem Weg zum Frieden
Die folgenden Punkte sind hilfreich auf dem Weg zum Frieden. Es handelt sich dabei aber um keine abschliessende Aufzählung.
Wenn Du noch weitere Hilfen kennst, dann lass es mich wissen. Ich nehme sie dann gerne hier mit auf.
* Warte nicht darauf, dass andere den Frieden bringen, sondern werde selbst aktiv. Der Friede beginnt bei Dir!
* Es geht nicht darum Gefühle zu unterdrücken, sondern sie anzunehmen und passend auszudrücken. Wenn Du Gefühle unterdrückst, so bleiben sie weiter da. Sie kommen dann irgendwann unkontrolliert
und häufig übersteigert zum Ausdruck. Ohne Unterdrückung hast Du viel mehr Kontrolle und Wahlmöglichkeiten. Du darfst Dich ruhig verletzt fühlen und wütend sein!
Für den passenden Ausdruck gibt es folgende Hilfen:
- Finde Möglichkeiten, wie Du Dich auf optimale Weise abreagieren und wieder in Deine Mitte kommen kannst z.B. joggen, auf ein Kissen einschlagen, meditieren, Deiner Lieblingsbeschäftigung nach gehen. Wenn
die emotionale Ladung raus ist, kannst Du Lösungen auch leichter erkennen und annehmen. Manchmal bin ich erstaunt, welch naheliegenden Lösungen vorher (auch von mir) übersehen wurden.
- Teile Deine Gefühle der Person mit, auf die sich Deine Gefühle beziehen. Dadurch bekommt sie wichtige Informationen. Vielleicht wird der Person erst dadurch bewußt, dass ihr Verhalten nicht optimal ist. Auf
jedem Fall erfährt sie dadurch, was Du willst bzw. nicht willst und kann sich für die Zukunft darauf einstellen.
Achte dabei darauf, dass Du Dich wirklich an die Person wendest, um die es auch geht. Wenn Du Probleme mit dem Chef / Kollegen / Partner hast, so bringt es nichts, den Ärger bei Deinem Kind abzureagieren.
- Vermeide Verallgemeinerungen. Es gibt Deutsche / Juden / etc. , die sind tatsächlich Lügner, Mörder, Verbrecher, .... Deshalb sind aber nicht alle Deutschen / Juden so. Und nur weil Du zu einem
bestimmten Zeitpunkt auf eine gewisse Weise behandelt worden bist, so muss dies nicht immer so sein. Die Menschen in Deutschland konnten sich Anfang 1945 nicht kritisch über Hitler, den Krieg, etc. äussern, ohne Angst haben zu
müssen, dafür ihr Leben zu verlieren. Bereits Ende 1945 war die Kritik in Deutschland aber auf einmal erwünscht.
- Bringe Deine Gefühle angemessen zum Ausdruck. Du kannst die betreffende Person natürlich anschreien, beschimpfen und vielleicht auch noch auf sie einschlagen. Als Folge wird sie allerdings dicht machen, auf
Distanz gehen und wahrscheinlich auch schreien, schimpfen und zurückschlagen. Vielleicht hast Du so viel
Macht über die andere Person, dass sie es nicht macht. Dann wartet sie aber wahrscheinlich auf einen passenden Zeitpunkt, um es Dir zurück zu zahlen. (Bisher sind übrigens alle Systeme, die auf Unterdrückung beruhen, im Laufe der Zeit zu Grunde gegangen.)
Auf jedem Fall fördert Dein Verhalten beim anderen nicht die Bereitschaft etwas zu ändern. Der andere wird sein Verhalten jetzt wahrscheinlich erst recht weiter machen oder sogar noch verstärken. (“Dem werde ich es jetzt
mal zeigen”. “Jetzt erst recht.”) (Falls der andere zuerst zum schreien angefangen hat, kann es unter Umständen sinnvoll sein, auch selbst erst einmal lauter zu werden. Diese Strategie ist aber mit Vorsicht anzuwenden.
Zum Thema “Gewalt als Lösung” findest Du z.B. bei www.glueckleben.de auf der Seite “Gewalt” interessante Informationen.)
- Es ist wichtig, dass die andere Person erkennt, dass Dir die Angelegenheit auch ernst / wichtig ist. Warum sollte sie sonst etwas ändern?
- Du kannst Dein Anliegen / Deine Bedürfnisse auch sachlich mit Nachdruck zum Ausdruck bringen.
* Mach Dir bewusst, was Du wirklich willst / was Dir am wichtigsten ist. Willst Du Dich lieber abreagieren oder das bekommen, worum es Dir wirklich geht?
* Es ist sinnvoller, wenn wir uns, anstatt auf die Schuldfrage, lieber auf das Finden von Lösungen konzentrieren.
* Finde heraus, warum er sich wirklich so verhält. Rede (soweit möglich) mit dem anderen. Versetze Dich einmal möglichst unvoreingenommen in den anderen hinein. Zum einen bekommst Du dadurch
hilfreiche Informationen und vielleicht verändert sich auch Deine Einstellung.
* Hol Dir Unterstützung. Gut ist schon mal die Verbindung mit Gleichgesinnten. Dies gibt mehr Kraft, Vertrauen und Motivation. Optimal ist es, wenn Ihr dann noch Unterstützung von jemanden bekommt, der
schon mal ein ähnliches Problem gelöst hat oder zumindest Lösungsansätze kennt.
* Beziehe ggf. einen neutralen Vermittler mit ein Damit er effektiv arbeiten kann, sollte er/sie von beiden Seiten anerkannt sein.
* Gehe an die Öffentlichkeit (außer es handelt sich um eine Angelegenheit/Auseinandersetzung im privaten Kreis) Du brauchst gar nicht unbedingt einen Lösungsvorschlag zu haben. Auch wenn Du “nur”
Deine Meinung/Wünsche äußerst,
ist dies bereits ein wichtiger Beitrag. Andere erkennen, dass sie nicht alleine mit ihrer Meinung sind. Es kommt zu einem Meinungsaustausch, durch den Lösungsmöglichkeiten entdeckt werden können. Außerdem entsteht durch die Solidarisierung von immer mehr Menschen immer mehr Druck auf die Regierenden, dass sie sich für Frieden einzusetzen.
*
Um Frieden zu schaffen und zu leben, brauchst Du den anderen nicht gleich zu lieben. Es reicht schon, wenn Du ihn und seine wirklichen Bedürfnisse erst und an nimmst und offen für eine Lösung bist, bei der Ihr beide gewinnt..
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